Freiwillige Feuerwehr Beckedorf

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Dienstversammlung der Umweltschutzeinheit West

Am Freitagabend, den 17.11.2017, fand die diesjährige Dienstversammlung der Umweltschutzeinheit West, der Freiwilligen Feuerwehr Südheide im Feuerwehrhaus in Hermannsburg statt. Dirk Dzaak, Führer der Einheit konnte neben den zahlreich erschienenen Mitgliedern, den Gemeindebrandmeister Henning Sander und die Ortsbrandmeister aus Baven und Unterlüß, sowie die Stellvertreter aus Beckedorf und Hermannsburg begrüßen.

In seinem Jahresbericht ging Dzaak auf die Einsatzübungen, hier besonders auf die Großübung der Umweltzüge Celle, Bergen und Hermannsburg ein.  Des Weiteren berichtet er über bevorstehende Ersatzbeschaffungen und die geplante Zusammenarbeit mit der Umweltschutzeinheit Ost. Zum Schluss seiner Ausführungen bedankte er sich bei allen Mitgliedern der Einheit für die gute Zusammenarbeit.

Henning Sander bedankte sich bei allen Mitgliedern der Einheit für ihre Einsatzbereitschaft, welche sie neben den Aufgaben in den Ortswehren verrichten und sprach die Wichtigkeit der Umweltschutzeinheit an. Er hob Nochmals die Wichtigkeit der beiden Einheiten in der Gemeinde Südheide hervor. Gerade durch den Rüstungskonzern Rheinmetall, ist es wichtig auch in Unterlüß eine schlagkräftige Umweltschutzeinheit vorzuhalten, so Sander. Nach den Grußworten lud Dzaak alle Anwesenden zu einem kleinen Imbiss ein.

 

Großübung auf dem Gelände der NABK

Celle/Scheuen. Am Samstag, den 09. September 2017 führten Gefahrgutzüge der Stadt Bergen, der Gemeinde Südheide und der Stadt Celle eine gemeinsame Übung auf dem Trainingsgelände der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) in Scheuen durch. Als Übungslage wurde ein Unfall bei Wartungsarbeiten angenommen. Zwei Personen wurden hierbei verletzt. Gefahrenstoffen waren ausgetreten.

Die verschiedenen Gefahrgutzüge hatten sich vor dem Gelände der NABK in Scheuen gesammelt und wurden einzeln abgerufen. So wurde der Ersteinsatz eines Zuges simuliert, der dann durch weitere Gefahrgutzüge unterstützt wurde. Zunächst wurde der Gefahrgutzug der Stadt Bergen, der sich aus Kräften der Stadt Bergen und des Gemeindefreien Bezirkes Lohheide zusammensetzt, abgerufen und führte den Ersteinsatz durch. Er wurde dann durch den Gefahrgutzug (West) der Gemeinde Südheide unterstützt. Im weiteren Einsatz wurde der Chemie- und Strahlenschutzzug sowie die Dekon-Einheit der Stadt Celle nachalarmiert. In dieser Art arbeiteten die einzelnen Züge erstmals zusammen, so dass es u.a. Ziel der Übung war die gemeinsame Arbeit zu stärken, Schnittstellen zu finden und eine gemeinsame Einsatzorganisation aufzubauen und das Übungsszenario abzuarbeiten.

Durch die eingesetzten Einheiten wurde zunächst eine Lageerkundung und die Menschenrettung durchgeführt. Hierbei kamen Trupps unter schwerem Atemschutz und Chemikalienschutzanzügen zum Einsatz. Des Weiteren wurden zwei Dekontaminationsbereiche eingerichtet. Hier erfolgte eine gründliche Reinigung von geretteten Personen und eingesetzten Kräften um eine Verschleppung von Gefahrenstoffen zu verhindern. Durch die Einsatzleitung wurden verschiedene Einsatzabschnitte gebildet in denen die Einsatzkräfte organisationsübergreifend zusammengearbeitet haben.

Durch die Übungsleitung wurden während der Übung verschiedene Ereignisse eingespielt, auf die die Einsatzleitung und die Einsatzkräfte entsprechend reagieren mussten. So wurde zum Beispiel ein verunglückter Trupp simuliert.

Bericht: F. Persuhn (StadtPw Feuerwehr Celle)

 

Am 31.01.17 traf sich die Kontaktgruppe der sieben Gefahrguteinheiten des Landkreises Celle im Feuerwehrhaus im Herzog-Ernst-Ring. Unter der Leitung von Dr. Carsten Petersen aus Unterlüß findet an wechselnden Standorten ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch statt.

Nach der Begrüßung durch den Zugführer des Chemie- und Strahlenschutzzuges Celle Stephan Promoli stellte dieser in einem Überblick die Celler Sondereinheit und dessen Ausstattung vor, die abschließend in der Fahrzeughalle des Standortes besichtigt wurde. In Vorbereitung auf das Treffen hatte jede Einheit Gefahrenpotentiale in ihrer Gemeinde im Hinblick auf die Gefahrstoffabwehr gesammelt und die eigenen Möglichkeiten hinterfragt. Das mittelfristige Ziel ist es, eine für den Landkreis einheitliche Bewertung für die Alarm- und Ausrückeordnung zu erstellen und sich in Bezug auf die nachrückenden Einsatzkräfte bei Alarmstufenerhöhung abzustimmen

Die Inhalte des für März in der Gemeinde Südheide geplanten Grundlehrgangs Gefahrgut wurden vorgestellt. Er gilt als Prototyp einer zukünftig gleich ausgerichteten und regelmäßig wiederkehrenden Lehrveranstaltung, die dem übergemeindlichen Einsatz förderlich sein wird und als Vorbereitung für einen späteren ABC-Lehrgang an der NABK dienen soll. Es wird eine rege Teilnahme aus dem gesamten Kreis erwartet.

Die Bedeutung der Veranstaltung wurde durch das Beisein und durch richtungsweisende Beiträge des Kreisbrandmeisters Volker Prüsse unterstrichen.

Text: K. Eggemann (CS-Zug Feuerwehr Celle)

 

„Taktische Einheit Umweltschutz“ zu Besuch bei der GEKA

Am Samstag, den 17.09.2016 hatte die „Taktische Einheit Umweltschutz (west)“ der Gemeindefeuerwehr Südheide, die Möglichkeit, die Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten mbH (GEKA) in Muster zu besichtigen.

Primäres Ziel der GEKA ist die sichere und nachhaltige Entsorgung der Hinterlassenschaften beider Weltkriege. Dazu gehört die Vernichtung und Entsorgung von chemischen Kampfstoffen, Kampfmitteln, Explosivstoffen, Munition, Rüstungsaltlasten sowie einer Vielzahl von gefährlichen Abfällen. Außerdem werden  Reststoffe syrischer und libyscher  Chemiewaffen in Munster endgültig vernichtet.

Gegen 15:45 Uhr wurden die Kameraden vom Leiter der Werkfeuerwehr Eckhard Borges und Mitarbeiter der Firma und Führer des Gefahrgutzuges der Stadt Bergen Dirk Giebler  über das weitläufige Gelände an der Grenze zum Truppenübungsplatz Munster-Nord  geführt. Während der äußerst interessanten Führung wurde den Feuerwehrleuten der hochmodere Entsorgungsbetrieb gezeigt. So konnten die Kameraden unter anderem einen Blick in die Verbrennungsanlagen und einen Sprengofen werfen, sowie die Werkfeuerwehr besichtigen.

 

 

Großangelegte Gefahrgutübung

Am Samstagnachmittag, den 16.04.2016 wurde der Gefahrgutzug der Stadt Bergen sowie die Umweltschutzeinheit der Gemeinde Südheide zu einer Gemeinde übergreifenden Gefahrgutübung alarmiert. In einer Werkstatt im Ortsteil Bonstorf kam es während der Inspektion an einem PKW zu einem folgeschweren Zwischenfall. Bei der Wartung eines Dieselfahrzeugs, ist ein Behälter mit Diesel Additiven ausgelaufen. Die zwei Werkstattmitarbeiter wurden bewusstlos, so die angenommen Lage. Die ersteintreffende Ortsfeuerwehr Bonstorf führte eine erste Lageerkundung durch und sicherte die Einsatzstelle weiträumig ab.

Die ebenfalls alarmierten Kräfte der Umweltschutzzüge erreichten wenig später die Einsatzstelle. Durch die beiden Einheiten wurde sofort die Menschenrettung unter Vollschutz durchgeführt. Außerdem wurde zeitgleich die Dekontaminationsstelle der zu reinigen Kräfte und Verletzen hergerichtet. Nachdem alle Verletzten aus dem Gefahrenbereich gerettet waren, begannen die Kräfte die ausgelaufenen Flüssigkeiten aufzunehmen. Ziel dieser Übung war es, das Zusammenspiel der beiden Umweltschutzeinheiten zu trainieren und zu optimieren. Insgesamt waren an der Übung ca.70 Feuerwehrkameraden mit 11 Fahrzeugen beteiligt.

Das dieses angenommen Übungsszenario gar nicht so abwegig ist, zeigt ein Realeinsatz aus dem Jahr 2015, bei dem  in einer Autowerkstatt in Munster tatsächlich Diesel-Additive ausgetreten sind und durch die Dämpfe 9 Mitarbeiter verletzt wurden.